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Wetterlexikon

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 Es befinden sich 152 Begriffe im Wetterlexikon 



 A
 
Altschnee: Schnee, der bereits mehr als drei Tage liegt und sich durch Druck- und Temperaturveränderungen in seinen Eigenschaften verändert hat.
 
Anemometer: Messinstrument zur Erfassung der Windgeschwindigkeit. Auch Schalenkreuzanemometer genannt.
 
Altweibersommer: Stabile Hochdruckphase, die meist von Mitte September bis Anfang Oktober andauert. Dabei sind durchaus noch Temperaturen von über 25 Grad möglich.
 
Aprilwetter: Sehr wechselhafte Witterungsphase, die häufig durch das Einströmen arktischer Kaltluft ausgelöst wird. In den letzten Jahren wurde jedoch häufiger beobachtet, dass der April mehr frühsommerliche Phasen hat, als das typische Aprilwetter. Dies sei auf die Klimaerwärmung zurückzuführen.
 
Atmosphäre: Gasförmige Hülle eines Planeten.
 
Azorenhoch: Hochdruckgebiet mit Kern bei den Azoren, einer portug. Inselgruppe im Atlantik.
 
 B
 
Barometer: Messinstrument zur Erfassung des Luftdrucks.
 
Beaufort-Skala: Einteilung der Windstärke in die Kategorien 1 bis 12.
 
Blitz: Entsteht durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ladungen zwischen dem Erdboden und der Wolke. Unterschieden werden diese in Erdblitze (Entladungen am Boden), Wolkenblitze (Entladung in der Wolke) und Luftblitze (Entladung in der Luft außerhalb der Gewitterwolke). Aufgrund der explosionsartigen Erhitzung der Luft auf bis zu 30.000 Grad, entsteht der Donner.
 
Blizzard: Werden Schneestürme in Nordamerika genannt. Dabei müssen Windböen von mindestens 56 Km/h und Sichtweiten unter 400 Meter für mindestens drei Stunden auftreten. In Deutschland sind Schneestürme selten, vergleichbar mit einem Blizzard war der Schneesturm vom Dezember 1978.
 
Bodenfrost: Direkt am Erdboden tritt Frost auf, während auf zwei Meter Höhe noch Plusgrade registriert werden. Dies tritt vor allem häufig im Herbst und Frühling auf.
 
Bodentemperatur: Temperaturmessung in verschiedenen Tiefen des Erdreichs. Häufig wird in 5, 10, 20, 50 und 100 cm gemessen.
 
Böenwalze: Walzenförmige Wolke mit horizontaler Achse. Auch "Böenkragen" oder engl. "Shelf cloud" genannt.
 
Böhmischer Wind: Böiger, kalter Fallwind, aus dem böhmischen Becken. Dieser Südostwind stellt sich ein, wenn sich über Osteuropa ein Hochdruckgebiet befindet.
 
 C
 
Cumulonimbus: Meteorlogischer Fachausdruck für Gewitterwolke. Diese können eine Höhe von bis zu 12 Kilometer erreichen, ehe sie sich horizontal weiter ausbreiten und eine atompilz-ähnliche Gestalt annehmen.
 
Cumulus: Meteorlogischer Fachausdruck für Quellwolken.
 
 D
 
Dauerregen: Langhaltende Regenfälle mit einer Dauer von mindestens sechs Stunden.
 
Donner: Entsteht durch eine plötzliche und starke Erhitzung der Luft infolge einer elektrischen Entladung. Je näher das Ereignis, desto lauter der Knall.
 
Downburst: Sich am Erdboden ausbreitende Fallwinde eines Gewitters. Diese sind lokal eng begrenzt und können mitunter Orkanstärke erreichen.
 
Dunst: Trübung der Luft. Dabei beträgt die Sichtweite zwischen einem und acht Kilometer.
 
Dürre: Lange Trockenheitsphase mit großem Niederschlagsmangel. Häufiger im Sommer bei hoher Temperatur, jedoch nicht zwangsläufig.
 
 E
 
Eisblume: Eiskristall mit blumenähnlichem Muster.
 
Eisheilige: Gedenktage an Wetterheilige im 4. oder 5. Jahrhundert. Im Kalender die Tage vom 11. bis 15. Mai. Durch die Kalenderreform im Jahr 1582 sind die Eisheiligen 10 Tage später, vom 22. bis 26. Mai. Statistisch gibt es jedoch keine Häufung von kühleren Temperaturen in beiden Zeiträumen.
 
Eiskörner: Gefrorene Regentropfen mit einem Durchmesser von einem bis vier Millimeter.
 
Eisnebel: Schwebende, winzige Eiskristalle in der Luft.
 
Eisregen: Niederschlag in flüssiger Form, der, wenn er auf den Boden fällt, direkt gefriert, weil am Boden und/oder in der Luft Temperaturen von unter 0 Grad herrschen. Auch als "Gefrierender Regen" bekannt. In den Medien fälschlicherweise als "Blitzeis" bezeichnet.
 
Eistag: Höchsttemperatur des Tages liegt unter 0 Grad. Auch als Dauerfrost zu bezeichnen.
 
Evapotranspiration: Ist die Verdunstungsmenge aus Tier- und Pflanzenwelt, sie steht der Niederschlagsmenge gegenüber. Dabei handelt es um eine potentielle Summe, welche durch Temperatur, Luftfeuchte, Wind, und Solarstrahlung beeinflusst und in Liter pro Quadratmeter angegeben wird. In Mitteleuropa beträgt die tägliche potentielle Verdunstung meist unter 1 Liter im Winter und maximal 7 Liter pro Quadratmeter.
 
 F
 
Fallstreifen: Wird Niederschlag bezeichnet, der in der Ferne schleierartig zu Boden fällt.
 
Föhn: Warmer, trockener Fallwind, der an der windabgewandten Seite der Gebirge auftritt.
 
Frühling: Jahreszeit, die am 19., 20. oder 21. März auf der Nordhalbkugel der Erde beginnt. Meteorologisch beginnt der Frühling am 01. März und endet am 31. Mai.
 
Frosttag: Tiefsttemperatur des Tages liegt unter 0 Grad.
 
Fujita-Skala: Einteilung von Tornados je nach Stärke des Windes und des angerichteten Schadens in verschiedene Stufen. Sie beginnt bei F0 (ab 64 Km/h) und endet bei F5 (ab 419 Km/h). Theoretisch umfasst diese Skala sogar 12 Stufen, jedoch wurden die Stufen F6 bis F12 noch nie beobachtet.
 
Fünf-b-Wetterlage: Wetterlage, die in Mitteleuropa enorme Niederschlagsmengen verursacht, die meist verheerende Hochwasser zur Folge hat, wie die Oderflut 1997 oder die Jahrhunderthochwasser im August 2002 und Juni 2013.
 
 G
 
Gefühlte Temperatur: Temperatur, die vom Menschen wahrgenommen wird. Beeinflusst wird diese Wahrnehmung durch weitere Wettereinflüsse wie Wind, Feuchte oder Sonnenschein.
 
Genuatief: Tiefdruckgebiet, welches sich im Golf von Genua bildet. Infolge dessen strömen Kaltluftmassen in den westlichen Mittelmeerraum, milde und feuchte Luft nach Norden. Zieht das Tief ebenfalls Richtung Norden, sind ergiebige Niederschläge in Mittel- und Osteuropa möglich.
 
Gewitter: Meteorologische Erscheinung, bei der elektrische Energie in Form von Blitzen in der Luft freigesetzt wird. Sie treten häufig mit Starkregen, Hagel sowie Sturmböen auf.
 
Gewittertag: Tag, an dem mindestens einmal ein hörbarer Donner zu vernehmen ist.
 
Glätte: Erscheinung durch Eisablagerungen am Boden. Man unterscheidet in Eisglätte, Glatteis, Reifglätte und Schneeglätte.
 
Goldener Oktober: Schönwetterphase in der Mitte des Oktobers, die durch warme Temperaturen und viel Sonnenschein geprägt ist. Dabei kommen vor allem die bunten Blätter der Bäume zur Geltung, deshalb auch der Name "Goldener Oktober".
 
Graslandfeuerindex: Brandrisiko von Grasland durch Witterungseinflüsse. Die Einteilung erfolgt in Stufe 1 bis 5.
 
Graupel: Niederschlag in fester Form, der aus runden Körnern besteht und eine Größe bis fünf Millimeter aufweist.
 
Großwetterlage: Luftdruckverteilung in einem großen Gebiet über mehrere Tage.
 
Grünlandtemperatur: Wird aus allen positiven Tagesdurchschnittstemperaturen ab Jahresbeginn berechnet. Ab der Zahl 200 beginnt sich die Natur nachhaltig zu entwickeln. Die Vegetationsperiode beginnt.
 
 H
 
Hagel: Niederschlag in Form von Eiskugeln oder Eisklumpen. Hagelkörner können im Durchmesser zwischen nur wenigen Millimetern und bis zu 15 Zentimeter in Extremfällen betragen. Bei Korngrößen von unter fünf Millimeter spricht man von Graupel.
 
Herbst: Jahreszeit, die am 22. oder 23. September auf der Nordhalbkugel der Erde beginnt. Meteorologisch beginnt der Herbst am 01. September und endet am 30. November.
 
Heißer Tag: Höchsttemperatur des Tages liegt über 30 Grad. Auch Tropentag oder Hitzetag genannt.
 
Hitzeindex: Gefühlte Temperatur auf Basis der aktuellen Temperatur und Feuchte. Dieser spielt erst ab einer Lufttemperatur von ca. 27 Grad eine Rolle.
 
Hitzewelle: Wenn an mehreren Tagen in Folge Höchstwerte von über 30 Grad gemessen werden, spricht man in Deutschland von einer Hitzewelle.
 
Hoch: Gebiet, in dem der Luftdruck auf Meereshöhe die Marke von 1013,25 hPa übersteigt. Dort sinkt die Luft ab, erwärmt sich und dies führt zur Wolkenauflösung.
 
Hochnebel: Tiefliegende Wolkenschicht, die anders als Nebel aber nicht am Boden liegt.
 
Höhentief: Tiefdruckgebiet in höheren Schichten, das mit Kaltluft angefüllt ist. Wenn die Temperatur sehr unterschiedlich ist, bilden sich hochreichende Regen- und Gewitterwolken, die durchaus auch Hagel oder Graupel mit sich führen. Auch "Höhentrog" genannt.
 
Hundstage: Zeitraum zwischen dem 23. Juli und 23. August, in dem häufig die heißesten Tage des Jahres auftreten. Der Name stammt vom Sternbild "Großer Hund" und dessen Fixstern "Sirius", welches vor mehr als 4.000 Jahren ab Ende Juli am Morgenhimmel zu sehen war. Die Ägypter glaubten, das der Aufgang des Sternenbildes mit der Hitze in Verbindung stand. Heute erscheint der "Große Hund" erst Ende August am Morgenhimmel.
 
Hurrikan: Tropischer Wirbelsturm, der je nach Stärke in fünf Kategorien eingestuft wird. Ein Hurrikan muss eine Windgeschwindigkeit von 118 km/h erreichen, um als solcher eingestuft zu werden. Hurrikan werden Wirbelstürme im Nordatlantik und im Pazifik bis zur Datumsgrenze bezeichnet. Zyklone und Taifune haben die selben Eigenschaften wie Hurrikane.
 
Hygrometer: Messinstrument zur Erfassung der Luftfeuchte.
 
 I
 
Inversionswetterlage: Hochdruckwetterlage, bei der eine Temperaturumkehr stattfindet. In tieferen Lagen hält sich kalte, feuchte Luft, während es in höheren Lagen deutlich wärmer ist.
 
Islandtief: Tiefdruckgebiet mit Kern bei Island, das für eine überwiegend milde Witterung in Mitteleuropa verantwortlich ist.
 
Isobaren: Linien gleichen Luftdrucks in Wetterkarten.
 
 J
 
Jahreszeiten: Meteorologische Jahreszeiten beginnen immer am ersten Tag der Monate März, Juni, September und Dezember. Sie dauern damit, anders als die astronomischen Jahreszeiten, immer komplette drei Monate.
 
Jetstream: Starkwindband in knapp 10 Kilometer Höhe. Der Jetstream lenkt die Hoch- und Tiefdruckgebiete. Liegt dieser nördlich von Deutschland, ist es relativ mild, liegt er südlich kann arktische Kaltluft einfließen. Auch "Polarjet" genannt.
 
 K
 
Kalter Tag: Höchsttemperatur des Tages liegt unter 10 Grad.
 
Kaltfront: Luftmassengrenze, die beim Zusammentreffen mit Warmluft oft kräftigere Schauer und im Sommer auch Gewitter hervorruft. Es folgt eine allgemeine Abkühlung.
 
Kältesumme: Ergibt sich aus allen negativen Tagesdurchschnittstemperaturen zwischen dem 01.  November und 31. März. Sie gibt Auskunft über die Strenge eines Winters.
 
Kältewelle: Wenn über mehrere Tage Höchstwerte von unter -10 Grad gemessen werden, spricht man in Deutschland von einer Kältewelle.
 
Klima: Gesamtheit aller meteorologischen Vorgänge, die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände für langfristige Zeiträume von meist 30 Jahren.
 
Klimawandel: Veränderung des Klimas, unabhängig von Raum und Zeit.
 
Kondensstreifen: Vom Menschen erzeugte Wolken, die durch die Verbrennung von Flugzeugkraftstoffen entstehen. Da diese auch Wasser enthalten, kommt es zu einer schlagartigen Kondensation nach Abkühlung des übersättigten Wasserdampfes. Seit 2017 werden Kondensstreifen, die länger als 10 Minuten sichtbar sind, offiziell als "Cirrus homogenitus" bezeichnet.
 
Konvergenz: Zusammenströmen von Luftmassen, die zum Aufsteigen gezwungen werden. Im Sommer entstehen an einer Konvergenz häufig Schauer und Gewitter.
 
Kugelblitz: Sehr seltener runder Blitz, mit einer Lebensdauer von zwei bis 30 Sekunden. Sie glühen orange bis hellgelb und können selbst durch feste Gegenstände wie Türen oder Fenster gelangen. Bis heute gibt es keine allgemeine Erklärung für diese Art von Blitzen.
 
 L
 
Landregen: Lang anhaltender, aber gleichmäßiger Niederschlag, der häufig infolge einer Warmfront auftritt.
 
Leuchtende Nachtwolken: Silbern leuchtende Schleier am Nachthimmel in den Monaten Mai bis August. Sie entstehen in 80 bis 100 Kilometer Höhe, bestehen aus Eiskristallen und werden lediglich von der Sonne angestrahlt.
 
Luftdruck: Masse der Luft unter der Wirkung der Erdanziehung. Gemessen wird dieser mit einem Barometer und wird u.a. in Hektopascal angegeben. Der mittlere Luftdruck auf Meereshöhe beträgt 1013,25 hPa, da dieser rund 1,0 hPa pro 8,4 Meter Höhe verliert, wird der Luftdruck auf Meereshöhe reduziert, sodass vergleichbare Messwerte entstehen. Der Luftdruck ist auch abhängig von Temperatur und Luftfeuchte.
 
Luftfeuchte: Wasserdampfgehalt der Luft. Gemessen wird diese mit einem Hygrometer. Eine Unterscheidung in absolute (g/m³) und relative Luftfeuchte (%) ist möglich.
 
Luftmasse: Großräumige Luftmenge, die längere Zeit über einem Gebiet der Erdoberfläche verweilt und durch fast einheitliche Eigenschaften gekennzeichnet ist. Der Bereich zwischen zwei Luftmassen wird als "Luftmassengrenze" bezeichnet.
 
 M
 
Mammatus: Beulenartige, nach unten hängende Wolken, die vor allem bei kräftigen Schauern und Gewittern auftreten. Sie entstehen durch Abwinde innerhalb der Wolke.
 
Märzwinter: Wetterlage, die vor allem in der ersten Märzhälfte nochmals für kräftige Wintereinbrüche in Mitteleuropa sorgt.
 
Medicane: Hurrikan-ähnliches Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer, welches hauptsächlich in den Herbstmonaten auftritt.
 
Meteorologie: Lehre der physikalischen und chemischen Erscheinungen in der Atmosphäre.
 
Milder Tag: Höchsttemperatur des Tages liegt über 10 Grad.
 
Monsun: Beständiges Windsystem in den Tropen, das teils enorme Regenmengen oder wie in Indien mehr monatige Trockenheitsphasen bringt, auch mit starken Winden.
 
 N
 
Nebel: Am Boden liegende Wolkenschicht, bei der die Sichtweite unter einem Kilometer liegt. Er entsteht, wenn die Luft keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann und abgeben muss. Die Feuchtigkeit in der Atmosphäre kondensiert.
 
Neuschnee: Frisch gefallener Schnee, der nicht älter als drei Tage ist.
 
Niederschlag: All das, was aus der Erdatmosphäre auf die Erde fällt, egal ob in fester oder flüssiger Form. Dieser wird in Millimeter oder Liter pro Quadratmeter angegeben.
 
Nieselregen: Form vom Niederschlag, bei dem die Wassertröpfchen kleiner als einen Millimeter sind.
 
 O
 
Okklusion: Vereinigung einer Kalt- und Warmfront, tritt nur in der Entstehungsphase eines Tiefdruckgebietes auf.
 
Omegawetterlage: Stabile Wetterlage, bei der ein Hochdruckgebiet zwischen zwei Tiefdruckgebieten oder umgekehrt, eingekeilt wird. Der Name soll an den griechischen Buchstaben Omega Ω erinnern.
 
Orkantief: Tiefdruckgebiet, das mit sehr niedrigem Kerndruck und demzufolge mit extremen Winden verbunden ist. Dabei muss mindestens Windstärke 12 (ab 118 km/h) erreicht werden. Es ist eine stärkere Form des Sturmtiefs und richtet häufig Schäden in der Natur an.
 
Ozon: Chemische Verbindung, die in Bodennähe für Menschen höchst schädlich ist. Eine andere Form in 25 Kilometer Höhe jedoch die ebenfalls gefährliche UV-Strahlung abhält.
 
 P
 
Pappschnee: Feuchter, schwerer Schnee, der bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fällt.
 
Platzregen: Plötzlich einsetzender Starkregen, der vor allem mit Gewittern im Frühling und Sommer begleitet wird und hohe Regenmengen innerhalb kurzer Zeit hinterlässt.
 
Pulverschnee: Trockener Schnee, der bei Temperaturen von unter -2 Grad fällt. In Verbindung mit Wind kann es zu Schneeverwehungen kommen.
 
 Q
 
Quellwolken: Wolken, die sich hauptsächlich im Sommerhalbjahr bilden und ein sichtbares Zeichen für turbulent aufsteigende, feuchte Luft sind. Fachausdruck "Cumulus".
 
 R
 
Randtief: Kleines Tief, das sich innerhalb eines umfangreichen Tiefs gebildet hat und von diesem gesteuert wird. Es wird von mindestens einer Isobare umschlossen. Häufig ziehen Randtiefs sehr schnell, weswegen diese auch "Schnellläufer" genannt werden.
 
Referenzperiode: Zeitraum, dessen Messwerte als Norm oder als Vergleich herangezogen werden.
 
Regen: Niederschlag in flüssiger Form mit Tropfen von mindestens 0,5 Millimeter Größe.
 
Regentag: Tag, mit einer 24-stündigen Niederschlagsmenge von mindestens 0,1 Millimeter oder Liter pro Quadratmeter.
 
Regenbogen: Wird sichtbar, wenn Sonnenstrahlen aus trockener Luft auf eine Regenwand treffen und der Beobachter die Sonne im Rücken hat.
 
Reif: Dünner weißer Belag am Boden oder Gegenständen, der sich durch das Gefrieren von Feuchtigkeit in der Luft bildet. Nebeltröpfchen, die durch den Wind an Gegenstände, wie Bäume geweht werden und gefrieren, bezeichnet man als Raureif.
 
 S
 
Schafskälte: Eine Nordwestwind-Wetterlage, die unterdurchschnittliche Temperaturen zwischen dem 04. und 20. Juni mit Boden- oder in den Gebirgen sogar Luftfrost bringen kann. Die Eintrittswahrscheinlichkeit lag bis Mitte des letzten Jahrhunderts bei bis zu 80 Prozent, in den letzten Jahrzehnten nahm diese jedoch stetig ab.
 
Schauer: Niederschläge, die nicht länger als eine Stunde andauern und deren Intensität variiert.
 
Schnee: Niederschlag in fester Form, der aus winzigen Eiskristallen besteht und nur bei Temperaturen unter oder um den Gefrierpunkt auftreten kann.
 
Schneebruch: Schäden an Bäumen durch zu hohe Schneelast.
 
Schneedeckentag: Tag, an dem mindestens ein Zentimeter Schnee zum Messzeitpunkt liegt.
 
Schnee-Index: Ergibt sich aus allen täglich gemessenen Schneehöhen innerhalb des Winterhalbjahres. Dieser gibt Auskunft über die Schneemenge eines Winters.
 
Schneeregen: Niederschlag in fester und flüssiger Form zugleich.
 
Schneesturm: Sturm, der mit starken Schneefällen und hohen Neuschneemengen innerhalb kurzer Zeit einhergeht.
 
Schneeverwehung: Ablagerungen von Schnee, der durch starke Winde abgetragen wurde.
 
Schwüle: Vom Menschen individuelles Empfinden der Luft. Dabei steht die Temperatur in Abhängigkeit mit der Luftfeuchte. Je höher diese, desto schwüler wird die Luft wahrgenommen.
 
Schwüler Tag: Taupunkt muss nach meteorologischer Definition mindestens einmal eine Temperatur von 16 Grad haben, damit die Luft als schwül gilt.
 
Sehr kalter Tag: Tiefsttemperatur des Tages liegt unter -10 Grad.
 
Siebenschläfertag: Der 27. Juni, der über das Wetter der nächsten sieben Wochen Auskunft geben soll. Durch die Kalenderreform im Jahr 1582 ist der Siebenschläfertag tatsächlich am 08. Juli. Meteorologisch ist die erste Juliwoche, mit bis zu 70 Prozent Eintreffwahrscheinlichkeit, sehr entscheidend für die Wetterentwicklung, da sich die Wetterlage zu dieser Zeit meist stabilisiert.
 
Solarstrahlung: Strahlung, die von der Sonne ausgesandt wird. Diese wird mit einem Pyranometer gemessen und in Watt pro Quadratmeter angegeben. Die Solar- oder auch Globalstrahlung ist abhängig vom Sonnenstand und der Bedeckung des Himmels. In Mitteleuropa können die Werte im Sommer um 1.000 W/m² erreichen, im Winter dagegen nur um 200 W/m².
 
Sommer: Jahreszeit, die am 20. oder 21. Juni auf der Nordhalbkugel der Erde beginnt. Meteorologisch beginnt der Sommer am 01. Juni und endet am 31. August.
 
Sommertag: Höchsttemperatur des Tages liegt über 25 Grad.
 
Sprühregen: Niederschlag in flüssiger Form, dessen Wassertröpfchen kleiner als 0,5 Millimeter sind. Oft in Verbindung mit Nebel zu beobachten.
 
Starkregen: Niederschlag mit hoher Intensität, der innerhalb kurzer Zeit große Niederschlagssummen zur Folge hat. Auch Überschwemmungen sind dabei oftmals zu beobachten.
 
Staubteufel: Kleiner Windwirbel. Der Unterschied zum Tornado ist die Entstehung: Staubteufel bilden sich nur bei klarem Wetter, wenn die Sonne die Erde verschieden stark erwärmt.
 
Sturmtief: Tiefdruckgebiet, das mit niedrigem Kerndruck und demzufolge mit starken Winden verbunden ist. Dabei muss mindestens Windstärke 8 (ab 62 km/h) erreicht werden.
 
Sturmflut: Höhere Flut als üblich an Meeresküsten, die durch einen Sturm auf dem Meer verursacht wird. Können größere Schäden in Küstenregionen anrichten.
 
Sturzflut: Schnell auftretende Überflutung durch extrem heftigen Starkregen. Häufig mit Schlammlawinen und Hochwasser an Bächen und Flüssen verbunden.
 
Superzelle: Riesige und stark organisierte und rotierende Gewitterwolke, die heftige Sturmböen, Starkniederschlag, sehr großen Hagel und teils auch Tornados produzieren kann. Meist kennen wir Superzellen nur aus den USA, sie treten auch immer häufiger in Europa und Deutschland auf.
 
 T
 
Taifun: Tropischer Wirbelsturm in Ostasien. Taifune haben die selben Eigenschaften wie Hurrikane.
 
Tau: Dünner Belag von kleinen Wassertröpfchen, die an Grashalmen und Spinnennetzen sichtbar werden und durch starke nächtliche Abkühlung in bodennahen Luftschichten entstehen.
 
Taupunkt: Wird aus der Temperatur und der Luftfeuchte berechnet und in Grad Celsius angegeben. Es ist die Temperatur, bei der die Luftfeuchte 100% betragen würde und es zur Bildung von Tau kommt. Der Taupunkt drückt außerdem die Schwüle in der Luft aus.
 
Temperatur: Wärmezustand eines Stoffes. Die Temperatur wird in Kelvin, Grad Celsius oder Grad Fahrenheit angegeben, wobei diese Maßeinheit nur noch in den USA, Großbritannien und Irland Beachtung findet.
 
Thermometer: Messinstrument zur Erfassung der Temperatur.
 
Tief: Gebiet, in dem der Luftdruck auf Meereshöhe die Marke von 1013,25 hPa unterschreitet. Die Luft steigt auf, kühlt ab und dies führt zur Wolken- und Niederschlagsbildung.
 
Tiefausläufer: Umgangssprachlich eine Linie zwischen zwei verschiedenen Luftmassen.
 
Tornado: Schlauchförmige, rasant rotierende Wolkenrüssel mit Bodenkontakt. Ohne Bodenkontakt werden sie als "Trichterwolke" oder engl. "Funnel cloud" bezeichnet. Oft werden sie fälschlicherweise als "Windhose" bezeichnet.
 
Tropennacht: Tiefsttemperatur der Nacht (zwischen 18 und 6 Uhr UTC) sinkt nicht unter 20 Grad.
 
 U
 
Unwetter: Extreme Wetterereignisse, die oft nur sehr lokal auftreten und hohe Schäden verursachen können.
 
UTC - Universal Time Coordinated: Referenzzeit für die Welt. In der Meteorologie wird dadurch sichergestellt, dass immer der gleiche Zeitpunkt zur Erfassung von Wetterdaten betrachtet wird. In Mitteleuropa entspricht die Winterzeit der UTC +1 und die Sommerzeit der UTC +2.
 
UV-Index: Maß für die Stärke der UV-Strahlung der Sonne. Je höher dieser Index ist, um so stärker ist die UV-Strahlung und somit auch die Sonnenbrandgefahr.
 
 V
 
Vegetationsperiode: Zeitraum des Jahres, in dem Pflanzen wachsen, blühen und fruchten. Meist beginnt diese mit der Blüte der Forsythie und endet mit dem Blattfall der Stiel-Eiche. Anschließend setzt die Vegetationsruhe ein.
 
Verdunstung: Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand. Dabei kühlt sich die Luft ab. Dies tritt immer dann auf, wenn die Luft nicht mit Wasser gesättigt ist.
 
 W
 
Waldbrandgefahrenindex: Brandrisiko des Waldes durch Witterungseinflüsse. Die Einteilung erfolgt in Stufe 1 bis 5.
 
Warmer Tag: Höchsttemperatur des Tages liegt über 20 Grad.
 
Warmfront: Luftmassengrenze, bei der Warmluft auf Kaltluft trifft. Meist geht dieser Übergang mit teils langanhaltendem und gleichmäßigem Regen einher.
 
Wasserhose: Schlauchförmige, rotierende Wolkenrüssel mit Bodenkontakt über Gewässern. Sie sind meist harmlos und haben nur eine geringe Lebensdauer.
 
Wärmegewitter: Lokal begrenztes Gewitter, das sich durch die starke Sonneneinstrahlung und die Erwärmung der Bodenluftschichten bildet. Diese Luft steigt nach oben und wird labil. Wärmegewitter treten meist ab dem Frühsommer auf.
 
Wärmesumme: Ergibt sich aus allen Tagesdurchschnittstemperaturen über 20 Grad zwischen dem 01. Juni und 31. August. Diese gibt Auskunft über die Wärme eines Sommers.
 
Weihnachtstauwetter: Milde und nasse Witterungsphase, die meist zwischen dem 24. und 29. Dezember eintritt. Es taut bis in Gipfellagen und durch teils ergiebige Regenfälle kommt es schnell zu Überflutungen. Diese Wetterlage hat eine Trefferquote von 70 Prozent.
 
Wetter: Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Ort und zu einer bestimmen Zeit. Nicht zu verwechseln mit dem Klima.
 
Wetterleuchten: Blitze von weit entfernten Gewittern, ohne den Donner hören zu können. Es ist nur in der Nacht zu beobachten, selbst wenn Gewitter hunderte Kilometer entfernt sind.
 
Wettersturz: Plötzlicher Wetterwechsel im Gebirge. Sie entstehen durch Kaltfronten, die nach einer warmen Schönwetterphase auf die Gebirge treffen. Sie gehen mit Schauern, Gewittern und Sturmböen einher. Die Temperaturen können um mehr als 15 Grad sinken.
 
Wind: Bewegte Luft und entsteht durch den Ausgleich von Luftdruckunterschieden zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten in der Atmosphäre. Dabei strömt die Luft immer vom Hoch zum Tief. Je größer der Unterschied zwischen dem Hoch und dem Tief ist, desto stärker ist der Wind.
 
Windchill-Temperatur: Gefühlte Temperatur auf Basis der Windgeschwindigkeit. Sie wird errechnet und in Grad Celsius angegeben.
 
Windlauf: Scheinbar zurückgelegter Weg des Windes. Dient unter anderem auch der Berechnung der mittleren Windgeschwindigkeit über bestimmte Zeiträume.
 
Winter: Jahreszeit, die am 21. oder 22. Dezember auf der Nordhalbkugel der Erde beginnt. Meteorologisch beginnt der Winter am 01. Dezember und endet am 28. oder 29. Februar.
 
Wolken: Kompakte Ansammlung von Wassertropfen oder Eisteilchen, die in der Luft schweben. Voraussetzung zur Bildung von Wolken ist genügend Feuchtigkeit in der Atmosphäre.
 
 Z
 
Zwischenhoch: Hochdruckgebiet, welches von Tiefdruckgebieten umgeben ist. Dieses Hoch sorgt für eine kurze Wetterberuhigung in einer Phase mit wechselhaftem Wetter.
 
Zyklon: Tropischer Wirbelsturm vor Australien und im Indischen Ozean. Zyklone haben die selben Eigenschaften wie Taifune und Hurrikane.

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